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Mobilfunkstandards im Vergleich

Jeder kennt die Abkürzungen LTE, 2G und 3G. Sie geben den verschiedenen Mobilfunkstandards ihre Namen. Doch was wirklich dahinter steckt und welche Technik vom jeweiligen Standard genutzt wird, bleibt für viele ein Geheimnis. Wir klären auf, was sich hinter den Abkürzungen verbirgt.

Die einzelnen Mobilfunkstandards in der Übersicht

Zunächst haben wir hier die einzelnen Standards aufgelistet:

  • Bezeichnung: 2G
    Standard: GPRS
    Symbol: G
    Maximaler Download: 54 kBit/s
  • Bezeichnung: 2G
    Standard: EDGE
    Symbol: E
    Maximaler Download: 220 kBit/s
  • Bezeichnung: 3G
    Standard: HSPA
    Symbol: 3G oder H
    Maximaler Download: 7,2 MBit/s
  • Bezeichnung: 3G
    Standard: HSPA+
    Symbol: 3G+ oder H+
    Maximaler Download: 42 MBit/s
  • Bezeichnung: 4G
    Standard: LTE
    Symbol: LTE oder 4G
    Maximaler Download: 500 MBit/s

2G – Damit wurde das analoge Funknetz abgelöst

2G steht für 2. Generation. Damit wurden die 1G Netze der ersten Handys abgelöst und somit auch die bis dahin beliebten Autotelefone abgeschafft. Der große Unterschied ist, dass 2G im Gegensatz zu 1G digital ist. Somit war auch zum ersten Mal eine Datenübertragung möglich. Auch heute noch wird 2G von allen Handys für die Telefonie und SMS genutzt.

GPRS – Maximal 54 kBit/s

Der langsamste Standard zum Surfen ist GPRS. Die Geschwindigkeit entspricht der eines analogen Modems von 1996. Für Whatsapp und Nachrichten reicht das vollkommen aus. Mit sehr viel Geduld lassen sich auch Webseiten öffnen. Weitere Anwendungen sind damit nicht möglich.

EDGE – Mit 220 kBit/s im Netz surfen

EDGE war die die nächste Stufe und insgesamt 4 x so schnell wie GPRS. Natürlich ist es auch damit nicht möglich, große Datenmengen schnell zu übertragen. Zum Surfen war EDGE jedoch schon deutlich besser geeignet.

3G – Highspeed Surfen auf dem Smartphone

Das 3G Netz war ein Durchbruch was die Performance anging. Es wird auch als UMTS Netz bezeichnet. Die Geschwindigkeit kann bis zu 42 Mbit/s betragen, was 3G zum ersten Netz machte, in dem Musik und Videos gestreamt werden konnten. Je nach Tarif bietet 3G 7.2 bis 42 MBit/s. Natürlich handelt es sich dabei nur um theoretische Werte, denn die maximale Übertragungsrate hängt von vielen weiteren Faktoren ab.

Alle aktuellen Smartphones unterstützen 3G. Das iPhone 3G schafft maximal 3,6 MBit/s, das iPhone 3GS und iPhone 4 maximal 7,2 MBit/s und alle folgenden iPhones bieten maximal 42 MBit/s mit 3G an. Auch die Samsung Galaxy Geräte ermöglichen das Surfen mit 3G. Das Galaxy S schafft 7,2 Mbit/s, das Galaxy SII und das SIII schaffen bereits 21,6 Mbit/s und ab dem S4 wird mit den vollen 42 Mbit/s gesurft.

LTE ist der Turbo im mobilen Netz

Der schnellste Standard ist LTE im Moment. Damit lassen sich große Datenmengen herunterladen, Musik und Videos streamen und Videotelefonie betreiben. LTE wird auch 4G genannt. Die maximale Übertragungsrate ist 500 Mbit/s bei Vodafone, hier spricht man von LTE Max. Bei der Telekom stehen maximal 300 Mbit/s zur Verfügung. O2 und E-Plus bilden das Schlusslicht mit 225 MBit/s.

Die Datenraten sind jedoch nur untergeordnet zu betrachten. Wer zuhause mit 16000er DSL surft, braucht im Prinzip keine 500 Mbit/s auf dem Handy. In der Praxis machen sich diese Geschwindigkeiten ab einer gewissen Größenordnung nur unwesentlich bemerkbar.

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Der große Vorteil von LTE ist jedoch der kürzere Ping. Damit ist die Zeit gemeint, bis ein Datenpaket vom Server auf dem Handy angekommen ist. Webseiten bestehen aus unzähligen kleinen Datenpaketen. Mit LTE bauen sich Webseiten also deutlich schneller auf.

Da LTE immer beliebter wird, verfügt dieser Mobilfunkstandard über die beste Netzabdeckung. 3G wird nicht mehr weiter ausgebaut, weshalb sich die Anbieter auf LTE fokussieren.

Ist 5G bereits in der Planung?

LTE und das LTE Advanced bieten Downloadraten von bis zu 3GBit/s. Es ist also noch reichlich Spielraum, diesen Standard weiter zu optimieren und schneller zu machen. Trotzdem forschen Techniker derzeit bereits am nächsten großen Mobilfunkstandard, der dann sinnigerweise 5G heißen wird. Experten schätzen, dass es 2020 soweit ist.

Das große Ziel ist es, die Downloadgeschwindigkeit auf 10 GBit/s zu pushen und weniger als 1ms Latenz zu ermöglichen. Gleichzeitig möchte man allerdings auch, dass der Energieverbrauch des Smartphones sinkt, damit man nicht zu oft aufladen muss. Es wird allerdings noch eine längere Zeit vergehen, bis es die ersten 5G Tarife zu buchen gibt.

Unser Fazit

Die theoretischen Downloadgeschwindigkeiten liegen deutlich über den tatsächlichen Raten. Selbst die Telekom erwähnt in Ihren Geschäftsbedingungen, dass der 300 Mbit/S Tarif nur durchschnittlich maximal 36 Mbit/s erreichen kann. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass bereits 5 Mbit/s für alle gängigen Anwendungen im Netz ausreichen.

Viel wichtiger ist unserer Meinung nach die Netzabdeckung. Das ist der große Vorteil von LTE, denn die Abdeckung ist gerade auf dem Land schon relativ gut. LTE Smartphones wählen automatisch immer die schnellstmögliche Verbindung. Durch den kürzeren Ping laden Seiten grundsätzlich schneller, als bei allen anderen Mobilfunktarifen.

Zum Glück ist LTE bei weitem nicht mehr so teuer, wie noch vor einigen Jahren. Inzwischen ist der Standard in jedem gängigen Vertrag enthalten und kann mit verschieden hohen LTE Volumen genutzt werden.


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